Beschlussvorschlag:
Der Gemeindevorstand wird beauftragt, den für Schülerbeförderung verantwortlichen, Kreisschuldezernenten Günter Frenz (CDU) und den mit der Planung des Schülerverkehrs beauftragten, Kreisverkehrsdezernenten André Kavai aufzufordern, die Sorgen der Sinntaler Eltern, im Bezug auf die anstehenden Veränderungen im Schülerverkehr, ernst zu nehmen und die Beförderung, wie bisher nur über Busverbindungen, aufrecht zu erhalten.
Gleichzeitig wird der Gemeindevorstand beauftragt, den Finanzdezernenten des Main-Kinzig-Kreises, Günter Frenz (CDU) aufzufordern, die nötigen finanziellen Mittel für eine weiterhin kostenlose Schülerbeförderung im Sinntal zu ermöglichen.
Begründung:
Die beiden Antragssteller nehmen die Sorgen der betroffenen Eltern ernst.
Laut Aussage des Eisenbahnbundesamt (EBA) ist der Bahnhof in Sterbfritz nicht unsicher. Die Bahnsteige sind alt, das ist richtig, aber nicht unsicher. Es wird angestrebt, gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund ein Modernisierungskonzept für alle Bahnhöfe der Schienenlinie 53 aufzustellen. Dies beinhaltet auch den Neubau des Bahnsteigs in Sterbfritz. Weiterhin werden die angesprochenen Dezernenten dafür Sorge tragen das Schutzgitter für die Sicherung der Schülerinnen und Schüler, aufgestellt werden. Weiterhin sollen unabhängig von der aktuellen Diskussion in allen Linienbündeln im Main-Kinzig-Kreis, Zugbegleitpersonal zum Einsatz kommen. Eine entsprechende Anfrage ist von Herrn Kreisbeigeordneten Kavai positiv beschieden worden. Hier geht es generell um die Thematik soziale Kontrolle, Ansprechpartner für ältere Fahrgäste.
Es waren die Beschwerden seitens der Eltern der Schülerinnen und Schüler des Ullrich-von-Hutten-Gymnasiums mit dem Inhalt, dass der Nachmittagsunterricht nicht abgedeckt ist. Gerade für die Sinntaler Orte ist das doch der Fall, die von der Buslinie der Fa. Gass bedient werden, also Weichersbach, Oberzell, Züntersbach, Schwarzenfels, Breunings und Neuengronau.
Laut Aussage der entsprechenden Stellen werden durch das nun vorgeschlagene Konzept mit der Verlagerung auf die Schiene 38.700 € pro Jahr eingespart- Dem gegenüber stehen jedoch Ausgaben welche noch in Abzug gebracht werden müssten. So zum Beispiel evtl. zusätzliche Busse ab Bahnhof Schlüchtern nach Schlüchtern Innenstadt.
Die Schienenverbindung von Gemünden – Jossa – Sterbfritz – Schlüchtern kostet den Main-Kinzig-Kreis kein Geld, es gehört zu dem Grundangebot, was mit Start des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) übernommen wurde. Entsprechend ist hier auch nichts einzusparen.
Bei der gesamten Diskussion in Sinntal ist zu berücksichtigen, das es nicht nur um die Schülerbeförderung, sondern um ein ÖPNV-Konzept für die gesamte Region geht.
Schon heute fahren etliche Pendlerinnen und Pendler aus dem Sinntal bis nach Schlüchtern mit dem PKW bzw. Bus, um dann auf die Züge in das Rhein-Main-Gebiet umzusteigen. Gemäß des aktuellen Nahverkehrsplans sind das 132 Personen (Erhebung 2002). Diese Personen können mit ihrer RMV-Fahrkarte ab/bis Sterbfritz mit dem Zug fahren, ohne zusätzliche Kosten. Ein bei ständig steigenden Benzinpreisen nicht zu unterschätzendes Argument.
Abschließend warnen die Antragssteller davor, dass durch eine evtl. auftretende Deckungslücke seitens des Main-Kinzig-Kreises, in Zukunft ALLE Eltern an den Kosten der Schülerbeförderung beteiligt werden könnten. Zur Zeit kostet eine Schulzeitkarte 480 € pro Kind ab der Jahrgangsstufe 11 die schon heute nur durch die Eltern aufzuwenden sind.
Oliver Habekost Günter Walther
-SPD-Fraktionsvorsitzender- -CDU-Fraktionsvorsitzender


