Das Gutachten zeigt eindeutig, dass eine Forderung im Main-Kinzig-Kreis unmittelbar umgesetzt werden kann, nämlich die Anhebung der Flughöhen um 300 Meter. „Der Main-Kinzig-Kreis wird bei Bundesverkehrsminister Ramsauer beantragen, die Flughöhen unverzüglich wieder anzuheben. Das ist aber nur der erste Schritt, der schon eine deutliche Lärmreduzierung bringen wird. Der zweite Schritt, der nach Expertenmeinung innerhalb der nächsten 18 Monate durchführbar ist, ist die Umsetzung eines neuen, deutlich lärmmindernden Anflugfahrens. Da es hierfür eine gesetzliche Grundlage gibt, muss man eigentlich davon ausgehen, dass Minister Ramsauer seine Zustimmung geben wird“.
Klaus Schejna zitiert aus dem Luftverkehrsgesetz. Dort sei in Paragraph 29b folgendes zu lesen: Die Luftfahrtbehörden und die Flugsicherungsorganisation (DFS) haben auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm hinzuwirken.
„Es ist durchaus möglich, dass dem Bundestagsabgeordneten Dr. Tauber ein solches Gesetz nicht im Wortlaut bekannt ist. Schließlich ist er ja noch nicht allzu lange an dem Thema Fluglärm interessiert tritt aber derzeit in der Öffentlichkeit auf, als wäre er der Erfinder des Kampfes gegen den Fluglärm. Aber anstatt sich hier im Kreis mit Parolen und Ratschlägen zu äußern fordern wir ihn auf, endlich in Berlin Flagge zu zeigen, mit seinem Parteikollegen Peter Ramsauer zu sprechen und nicht mit einem seiner Staatssekretäre. Nach der gestrigen Veranstaltung müsste auch ihm spätestens jetzt deutlich geworden sein, dass er sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen kann, sondern mit dafür sorgen muss, dass die Verantwortlichen in Berlin im Interesse der Bürgerinnen und Bürger handeln. Wir sagen nochmal, geredet wurde lange und genug, jetzt müssen Taten folgen. Wir alle müssen an einem Strang ziehen und zwar in dieselbe Richtung. Darauf haben die Menschen im Kreis einfach ein Recht“, so der SPD-Politiker abschließend.




